Putin/Putler führt Krieg, weil er glaubt, diesen Krieg gewinnen zu können und momentan sieht es ja knapp tatsächlich so aus. Die einfache logische Schlussfolgerung daraus ist, soviel Personal und Material in die Ukraine zu verlagern, dass Putin seine Gewinnaussichten komplett dahinschwinden sieht. Alleine nur schon die Ankündigung eines massiven Eingreifens des Westens dürfte ihn zum Rückzug oder zu Verhandlungen bewegen. Es könnte bereits jetzt als ganz klare Drohkulisse eine großen Koalition der Willigen vorbereitet werden, die zum notwendigen Zeitpunkt massiv mit Personal und Material die Ukraine unterstützt, aber keinen Quadratzentimeter (echten) russischen Territoriums besetzt, sondern nur die Ukraine befreit. Dem hätte Putin militärisch nichts entgegenzusetzen. Entsprechende Generalmobilmachungen sollten organisatorisch dann auch bereits vorbereitet werden. Wer der Ukraine nur häppchenweise Waffen liefert und sie nicht personell unterstützt, der zieht den Krieg nur in die Länge und ist für hunderttausende überflüssige Tote und Verletzte verantwortlich.
Man hält einen Fluss nicht auf, indem jeder mal ein paar Steine hineinwirft, sondern indem man gemeinsam einen Damm baut.
Dies nur mal so als Anregung auf der simplen, aber eindeutigen, Erfahrungsbasis, dass Abschreckung die beste Friedenspolitik ist. Seit 75 Jahren gibt es die Nato und noch nie wurde ein Nato-Land angegriffen!
Ich kann es mir nämlich nicht verkneifen, so oft wie möglich auf die moralische Verlogenheit unserer angeblich humanistischen Politiker und weiter Teile unserer vorgeblich humanistischen Erziehungsmedien hinzuweisen. Denn Humanismus hört ganz offensichtlich bereits dort auf, wo man ein paar Wählerstimmen verlieren könnte.
Nichts wäre humanistischer, weil friedenssichernder, als einem eindeutig imperialistischen Aggressor mit eigenen Soldaten entgegen zu treten, wenn es zudem erhebliche Erfolgsaussichten gibt, wenn sich genügend Länder beteiligen.
Frieden sichern, ist das einzige humanistische Ziel, dass man nun wirklich nicht Frage stellen sollte, abgesehen von Aspekten der Realitätsnähe natürlich. Wollen wir einen Planeten, auf dem jeder Starke die Schwächeren überfallen darf? Auf dem Frieden in riesigen Lettern propagiert, aber dann Krieg - selbst unnötigerweise – letztendlich geduldet wird? Wo ist denn da der angebliche Welthumanismus unserer politischen Linken und ihrer massenhaften Freunde in den Medien? Welthumanismus wohl nur, solange die wöchentliche Spiegellektüre auf der eigenen Veranda nicht gefährdet ist?
Welches humanistische Selbstverständnis besitzen wir eigentlich noch, wenn wir einem ganz eindeutig imperialistischen Aggressor nicht entschieden mit allen Mitteln entgegentreten, wenn dies auch noch große Erfolgsaussichten beinhaltet, sofern sich genügend Länder beteiligen? Denn Russland ist an der Grenze seiner militärischen Leistungsfähigkeit angelangt. Siehe Versagen in Syrien und Einkauf fremder Soldaten.
Die Antwort ist einfach: Überhaupt keines mehr!
Natürlich kann man auch als feiger Egoist leben und die Notwendigkeit von Humanismus leugnen. Völlig legitim. Nur soll man es dann auch zugeben, dass man ein feiger Egoist ist, dem Humanismus am A vorbei geht. Wie schon gesagt, völlig legitim. Nur Achtung sollte man von anderen Menschen nur noch in Grenzen erwarten und Selbstachtung wird man auch vergeblich suchen, denn selbst ganz tief in der eigenen Seele, da ist nur Leere.
Wofür sind wir Menschen? Nur, um zu überleben? Oder um diesen Planeten mit Werten zu erfüllen, die die Evolution nicht vorgesehen hat, nämlich Solidarität und der Schutz fundamentaler menschlicher Werte auch dort, wo sie uns nicht selber direkt von Nutzen sind und wir zugleich realistische Eingriffsmöglichkeiten haben. Es heißt schließlich Humanismus und nicht Europanismus, Asienanismus, Afrikanismus oder Amerikanismus oder sonstwie. Es heißt HUMANISMUS und der kennt keine Grenzen.
Die realitätsnahe Pflicht zur Unterstützung der Friedenserhaltung ist der unterste internationalistische humanistische Wert, dessen unnötige, weil nur egoistische Ignoranz Menschen zu plumpen biologischen Organismen degradiert.
Niemand von uns sollte noch jemals das Wort Humanismus in den Mund nehmen, denn es wäre blanke Heuchelei, denn dieser angebliche Humanismus ist unter einem Berg an Feigheit und Egoismus begraben worden.
Unsere Politiker wollen lieber Wahlen gewinnen und praktizieren bei dem Thema Ukrainekrieg lieber Diätenhumanismus. Nur soviel Humanismus (Kriegsunterstützung), dass (durch vergraulte Wähler) die eigenen Parlamentsposten und damit Diäten nicht gefährdet werden.
Natürlich will man die Ukraine unterstützen, aber ohne in die Verlegenheit zu kommen, dem eigenen Volk die Notwendigkeit der militärisch-personellen Unterstützung der Ukraine verkaufen zu müssen.
Aber was sind die Folgen dieses wahltaktischen Zögerns?
Putin/Putler wird nur eine absolut glaubhafte militärische Drohung wirklich ernst nehmen und nur dann an Verhandlungen denken.
Deshalb wäre die Gründung einer Allianz gegen die Ukrainebesetzung mit einer sofort beginnenden Vorbereitung einer Generalmobilmachung und entsprechender militärischer Pläne der richtige Weg zur Beendigung des Krieges, wenn diese Allianz groß genug wird. Das muss Putin/Putler ernstnehmen. Auch Bären besiegt man nur mit Solidarität!
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